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LANDESTHEATER SCHWABEN: Politische Machtspiele in Walter Weyers` letzter Inszenierung „Die Rosenkriege“

Politische Machtspiele in Walter Weyers` letzter Inszenierung „Die Rosenkriege“

 Walter Weyers inszeniert zum Ende seiner Theater-Ära „Die Rosenkriege“ von Shakespeare, eine Hommage an den bekanntesten englischen Dramatiker anlässlich dessen 400. Todestages

Memmingen, 30. Mai 2016 – „Wenn die Seele bereit ist, sind es die Dinge auch“, sagte einst der englische Dramatiker William Shakespeare. Bereit für seine letzte Inszenierung ist auch Walter Weyers, der 19 Jahre lang Intendant des Landestheater Schwaben in Memmingen war. 1997 fiel der Vorhang für eine Shakespeare-Inszenierung zum ersten Mal mit dem Klassiker „Hamlet“ und mit Shakespeare endet auch das Wirken des langjährigsten Intendanten in Memmingen. „Die Rosenkriege“ wird sein finales Bühnenstück sein. Die Aufführung kombiniert naturwissenschaftlich physikalische Theorien mit moderner Philosophie und trifft somit den Zahn der Zeit, auch wenn Shakespeare bereits vor 400 Jahren verstorben ist.

Nach 19 Jahren am Landestheater Schwaben inszeniert Walter Weyers mit Shakespeares „Die Rosenkriege“ sein letztes Stück in Memmingen. Das Drama behandelt die Auseinandersetzung der Häuser Lancaster und York und deren Auswirkungen auf das England des 15. Jahrhunderts.

Die Geschichte der Rosenkriege beginnt in England 1455 und reicht bis ins Jahr 1485. Auf dem Thron sitzt Heinrich VI. aus dem Hause Lancaster. Der junge, fromme Mann ist mit seiner Herrschaft als König überfordert, obwohl er mit dem Reichsprotektor Gloster einen fähigen Mann an seiner Seite weiß. Reichsprotektor Gloster hat jedoch einen machtgierigen Gegner, Kardinal Beaufort, der ihm in England die Stirn bieten möchte.

Auch Heinrichs Heirat mit Margareta wird zur schweren politischen Hypothek, da die junge Frau intrigant, ehrgeizig und unheilstiftend gegen die Regierungsweise ihres Mannes vorgeht. Ihr Verhalten schwächt die Autorität des Thrones Heinrichs VI. und das Haus York meldet neue Herrschaftsansprüche an. Eine blutige Rebellion bricht aus.

William Shakespeares Werke zählen zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur. Die drei Dramen um Heinrich VI. bilden zusammen mit einem Stück über Richard III. die sogenannte York-Tetralogie. Ihr Gesamtwerk beschreibt die englischen Rosenkriege des 15. Jahrhunderts. Die shakespearsche Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Zerwürfnisse in England zur Zeit der Auseinandersetzung zwischen den Häusern Lancaster und York ist ein großes Sittengemälde von apokalyptischer Kraft, ausgestattet mit Charakteren von beklemmender Eindrücklichkeit und bestechend durch die Opulenz seiner Sprache.

Die Inszenierung von Walter Weyers streicht die drei Teile über Heinrich VI. in eine Fassung straff zusammen, die sich auf politische Machtspiele konzentriert. Weyers möchte damit aufzeigen, wozu Machthunger und ein Mangel an Moral einzelne Menschen führen kann.

 Weitere Informationen unter:

 www.landestheater-schwaben.de

Cast & Crew

Inszenierung // Walter Weyers

Bühne // Sabine Manteuffel

Kostüme // Franziska Harbort

Dramaturgie // Lars Kersten

Choreographie // Jakob Yaw

Projektionen // Thomas Pfaus

Regieassistenz // Oliver Eisenmenger, Greta Lindermuth

Personen

Heinrich VI. // Julian Ricker

Gloster // André Stuchlik

Winchester // Joséphine Weyers

Clifford // Fridtjof Stolzenwald

Suffolk // Chris Urwyler

York // Dino Nolting

Richard // Jan Arne Looss

Eduard // Christian Müller

Warwick // Anke Fonferek

Margareta // Michaela Fent

Leonore // Josephine Bönsch

Lady Grey // Barbara Weiß

König Ludwig // Peter Höschler

Hume // Philippe Wolk

Hexe // Anastasia Tichomir

Bote // Greta Lindermuth

 

 

Termine

Presseprobe: Dienstag, 21. Juni 2015 um 18 Uhr.

Premiere: Freitag, 24. Juni 2016 // 19 Uhr // Großes Haus

weitere Vorstellungen in Memmingen:

30. Juni 2016 //  06. + 12. + 16. Juli 2016, 19 Uhr //  03. Juli 2016, 18 Uhr

Karten und Info: 08331/94 59-16 und landestheater-schwaben.de

 

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