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Geiger Unternehmensgruppe: Jungfernstieg in neuer Unterwäsche
Sielsanierung mittels SWP-Wickelrohrtechnik in Hamburg

Zwei Haltungen der Kanalisation Hamburgs zu sanieren klingt doch eher alltäglich. Dass die beiden Haltungen jedoch einen Durchmesser von 1800 Millimeter haben und in bester Lage unter dem Hamburger Jungfernstieg liegen, ist durchaus besonders.

Unter der Flaniermeile am Hamburger Jungfernstieg schlummert ein Siel, welches durch jahrzehntelangen Betrieb sanierungsbedürftig wurde. Eine Standard-Kanalsanierung war aufgrund der örtlichen Begebenheiten nicht möglich. Das hohe Verkehrs- und Fußgängeraufkommen verhinderte eine aufwendige Vorflutüberleitung. Das Großprofil erforderte ein Material mit ausreichender Eigenstatik. Um auf engsten Raumverhältnissen einbauen zu können war außerdem ein platzsparendes Sanierungsverfahren ohne Tiefbau notwendig. Eine weitere, nicht unbedeutende Besonderheit waren die in den Haltungen verlegten Breitbandkabel. Diese anspruchsvollen Voraussetzungen erweckten beim Planer die Idee zu einer Wickelrohrsanierung, die all diesen widrigen Umständen vor Ort trotzen konnte. Daher beauftrage die Hamburger Stadtentwässerung die Geiger Kanaltechnik für die Sielsanierung mittels dem SWP-Wickelrohrverfahren.

Die Sanierungsmaßnahme startete mit den baustellenbedingten Absicherungen und vorbreitenden Arbeiten. Aufgrund des geringen Gefälles der zu sanierenden Haltungen wurden für den Einbau der SWP-Wickelrohre Rückhaltemaßnahmen sowohl in, als auch gegen Fließrichtung notwendig. Ansonsten kam das Wickelrohrverfahren größtenteils ohne Vorflutüberleitungen oder weitere Maßnahmen aus.

Beim Einbau schlängelten sich die PVC-Profile durch den Schacht in den Untergrund und wurden dort über die Führung des Wickelkorbs zu einem Kreisprofil gewickelt. Das so im Schacht produzierte Rohr schraubte sich Meter um Meter in die zu sanierende Haltung. Im Anschluss erfolgte die Rohreinbindung im Bereich der Schächte durch Abmauerung und der Ringraum zwischen Neu- und Altrohr wurde zur Lagestabilisierung mit Dämmer verfüllt.

Eine der zu sanierenden Haltungen wies zwei gegensätzliche Bögen auf. Dadurch musste diese mit einem speziellen Kurvenprofil in der Nennweite DN 1540 auf einer Länge von 86 Metern gewickelt werden. In der zweiten, gerade verlaufenden Haltung, liegt seit der Sanierung ein Doppelstegprofil in der Nennweite 1630 Millimeter auf einer Länge von 120 Metern.

Zu guter Letzt stellte die Geiger Kanaltechnik noch ein weiteres, zehn Meter langes Teilrohr für die Zulaufhaltung in DN 1100 her. Dieser Zulauf mündete ohne Schacht direkt in die Radienhaltung, sodass der Anschluss, Wickelrohr an Wickelrohr, von Hand hergestellt werden musste. Diese höchst anspruchsvolle Anschlusseinbindung wurde in solch einer Dimension von der erfahrenen Wickelrohrkolonne der Geiger Kanaltechnik in Hamburg erstmalig ausgeführt.

Andreas Hubbert, Projektleiter bei der Geiger Kanaltechnik, erläuterte: „Die Arbeiten erstreckten sich auf insgesamt 216 Metern Länge und die 26 Zuläufe wurden alle per Hand angebunden.“

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