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Der zweite Gipfeldialog der Weltreligionen im Allgäu OBADOBA setzte ein beispielloses Zeichen für den Frieden

Namhafte Vertreter aller Weltreligionen kamen am vergangenen Wochenende nach Kempten im Allgäu und auf das Fellhorn nach Oberstdorf, um sich über zwei Tage hinweg dem Thema „Frieden & Zukunft – Bedeutung des interreligiösen Dialoges“ zu widmen.

Donnerstag, 14. Juli 2022 – Pünktlich zu Beginn von OBADOBA hatte der „liebe Wettergott“ ein Einsehen mit den Vertretern des Christentums, Islams, Judentums, Buddhismus, Hinduismus und Bahaitums, die sich am vergangenen Sonntag, 10. Juli auf der Mittelstation des Fellhorns zum zweiten Gipfeldialog der Weltreligionen trafen. Mit dem Ertönen der fünf Alphörner übergehend in die mystischen Klänge von VUIMERA verzog sich der Nebel und der Regen hörte auf, bevor um 11 Uhr das gemeinsame Gebet von sieben Weltreligionen begann. Es war der Höhenpunkt der zweitägigen Veranstaltungsreihe, die sich dem Thema „Frieden & Zukunft – Bedeutung des interreligiösen Dialoges“ widmete und sich damit auseinandersetzte, wie sich Glaubensgemeinschaften gegenseitig bereichern und gemeinsame Probleme lösen können. „Religionen können nur noch überzeugen, wenn sie gemeinsam agieren“, findet Prof. Dr. Martin Rötting, Professor für Religious Studies an der Universität Salzburg, der sich mit für die inhaltliche Ausrichtung von OBADOBA verantwortlich zeichnet.

Bereits am Samstag fanden sich zu dieser Thematik namhafte Religionsvertreter, die im Stadttheater in Kempten vor ausverkauftem Saal, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, feierlich begrüßt von Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, über entsprechende Inhalte ihrer Glaubensrichtungen referierten. So hielt Bischof Dr. Bertram Meier beispielsweise einen Vortrag zu „Die Katholische Kirche und der interreligiöse Weg“, gefolgt von Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohms Worte zu „Toleranz und Wahrheit“. Im Anschluss stand ein Referat von Imam Dr. Benjamin Idriz über „Islam in Deutschland“ auf dem Programm sowie Ausführungen von Prof. Dr. Michael von Brück über die „Spiritualität der Zukunft“. Den Abschluss des Samstagvormittags machte ein Talk mit den oben genannten vier Vertretern sowie Seelsorgerin Ingrid Winkler, moderiert von Prof. Dr. Martin Rötting zum Thema „Religionen und ihre internen und externen Spannungsfelder im Interreligiösen Kontext“.

Unterschiedliche Vorträge sowie Workshops über den Nachmittag verteilt in der ganzen Stadt, wie beispielsweise Yoga, QiGong, Meditationen, dialogische Gesprächsrunden und Diskussionsforen sowie ein musikalisch umrahmtes Abendgebet der Weltreligionen in der Sankt Mang Kirche unter dem Motto „Religionen für den Weltfrieden“ rundeten den ersten Tag von OBADOBA, dem zweiten Gipfeldialog der Weltreligionen würdig ab. „Heute haben wir Großartiges geschaffen und es ist uns gelungen, Räume für Begegnungen und den Austausch über die religiösen Grenzen hinweg zu ermöglichen“ freut sich Michael Lucke, einer der beiden Initiatoren von OBADOBA und zugleich im Vereinsvorstand des gleichnamigen Vereins. „Es freut mich, dass es uns mit dem zweiten Gipfeldialog der Weltreligionen gelungen ist, einen kleinen Beitrag zu dem so dringend benötigten Frieden und der Verständigung zwischen den Religionen und Kulturen zu leisten“, so Dr. Stefan Topp, Vorsitzender von OBADOBA e.V.

Obadoba“ = allgäuerische Mundart für ganz oben, oft verwendet für auf den Gipfel steigen

Weitere Informationen unter:
www.gipfeldialog.de