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GEIGER UNTERNEHMENSGRUPPE: Kanalsanierung: Wickeln statt Bekleiden!
Wickelrohrtechnik als etablierte Alternative zum Schlauchlinerverfahren
Von Dipl.-Ing. Roland Lörcher und Dipl.-Ing. (FH) Willi Geiger

Im Sanierungsbereich hat sich das Wickelrohrverfahren als echte Alternative zur Standardtechnik der klassischen Linersysteme etabliert. In der Regel kostengünstiger, einfach auszuführen und mit hoher Lebensdauergarantie, wählen immer mehr Kommunen dieses kompakte Rohrsanierungssystem. Auch die Stadtentwässerung Rottenburg der Großen Kreisstadt Rottenburg am Neckar hat sich statt des ursprünglich ausgeschriebenen Schlauchlinerverfahrens auf Empfehlung der Gauss+Lörcher Ingenieurtechnik GmbH für den „Sondervorschlag Wickelrohr“ entschieden. Die Vorteile haben die zuständigen Entscheidungsträger überzeugt.


Nicht nur Straßen und Brücken, Unternehmen, Banken oder inzwischen ganze Länder werden immer öfter mit dem unehrenhaften Titel „Sanierungsfall“ versehen. Auch das Kanalnetz in Deutschland ist sanierungsbedürftig.
Abwasserkanäle unterschiedlicher Bauarten wie Mauerwerk, Steinzeug oder Beton/Stahlbeton, teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert, durchziehen unsere gesamte Kanalisations-Infrastruktur. Wir sprechen von über 540.000 Kilometern in Deutschland. Hiervon liegt, nach aktuellen Erkenntnissen, der kurz- oder mittelfristige Sanierungsbedarf bei 17 Prozent der Netzkilometer. (Quelle: DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.)

Sanierung ist und bleibt also das Zauberwort: Hier gibt es vielfältige und moderne Lösungen und Verfahren, bei denen die zuständigen Städte und Gemeinden Faktoren wie Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Qualitätsanforderungen, Nutzungsdauer und Investitionskosten bei ihren Entscheidungen in Betracht ziehen. Forschung und Entwicklung arbeiten konsequent an Optimierungen und Innovationen in diesem spannenden Feld.

Das Thema Sanierung ist auch für die gut 40.000 Einwohner zählende Große Kreisstadt Rottenburg am Neckar im Landkreis Tübingen ein aktuelles Thema.

Priorisierte Sanierungsmaßnahme

Nach der durchgeführten Bestanderfassung wurden Schäden und Undichtigkeiten im Kanalsystem diagnostiziert. Als daraus resultierende, priorisierte Sanierungsmaßnahme hat die Stadtentwässerung Rottenburg (SER) ein Kanalsanierungspaket geschnürt, welches auch einen 370 Meter langen, parallel zum Neckar verlaufenden Kanalabschnitt mit acht Haltungen beinhaltet. Hier waren großflächige Schäden durch Risse, Wurzeleinwüchse und zahlreiche undichte Muffenverbindungen festgestellt worden.

Das Ingenieurbüro Gauss + Lörcher Ingenieurtechnik GmbH hat im Auftrag der Stadtentwässerung Rottenburg (SER) im Juli 2013 eine grabenlose Sanierung der acht Kanalhaltungen mit 20 Einläufen in geschlossener Bauweise im Schlauchlinerverfahren ausgeschrieben. Der zu sanierende Kanalabschnitt ist unter anderem durch starken Grundwassereintritt in den Kanalhaltungen und den Schächten gekennzeichnet.

Sondervorschlag SWP Evoloc Wickelrohrtechnik

Die Ausschreibung gewonnen hat die Niederlassung Stuttgart der Geiger Kanaltechnik GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Oberstdorf mit einem Sondervorschlag. Der Sondervorschlag hat eine Ausführung der Kanalsanierung mit der SWP Evoloc Wickelrohrtechnik angeboten. Bei der Ausschreibung der Kanalsanierungsmaßnahme wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Nebenangebote zugelassen sind. Die Empfehlung des Ingenieurbüros Gauss+Lörcher für den Sondervorschlag mit dem Wickelrohrverfahren war neben den wirtschaftlichen Gründen vor allem die sehr viel geringeren Verkehrsbeeinträchtigungen an einer Hauptachse der Großen Kreisstadt Rottenburg und weitere Vorteile im Bereich der Wasserhaltung in Verbindung mit Fremdwassereintritt in den Kanalhaltungen. Der vorhandenen Kanal DN 900mm, wurde mit einem Wickelrohr DN 850mm saniert, wobei die Reduzierung des Kanaldurchmessers durch die verbesserten hydraulischen Eigenschaften des muffenlosen Wickelrohres kompensiert sind.

Die Inlinersanierung mit der SWP Evoloc Wickelrohrtechnik wurde in dem vorgegebenen engen Zeitfenster trotz schlechtem Wetter (Regen) zeitgerecht und ohne Komplikationen durchgeführt.

Kontinuierliche Zunahme von Sanierungen mit Wickelrohr

Generell überzeugt die SWP Evoloc Wickelrohrtechnik als kompakte Rohr-im-Rohr Totalrenovierung auf ganzer Linie. Das Sanierungsvolumen hat daher, seit seiner Markteinführung vor gut 20 Jahren auch kontinuierlich zugenommen. Auch bei der Geiger Kanaltechnik, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz an zehn Standorten vertreten ist und zu den führenden Unternehmen der Branche zählt, kommt die SWP Evoloc Wickelrohrtechnik immer öfters zum Einsatz und ist sehr gut ausgelastet.

Vorteile und Vorzüge des Wickelrohrverfahrens

Bei stark beschädigten Rohrleitungen mit Brüchen, Rissen, Deformationen, fehlenden Wandungsteilen oder sogar einsturzgefährdeten Haltungen ist das SWP Evoloc Wickelrohrverfahren eine verstärkt angewandte, bewährte und deutlich wirtschaftlichere Alternative zur Aufgrabung und Neuverlegung, und oft auch zu den klassischen Inliner-Systemen.

Eine Sanierung mit der Wickelrohrtechnik hat die größten Vorteile im Durchmesserbereich von DN 600mm bis DN 1500mm, wobei auch Großprofile mit DN 2000mm und größer durch das neu entwickelte Tandemprofil saniert werde können. Der ausschlaggebende wirtschaftliche Vorteil bei der Wickelrohrtechnik besteht durch eine stark reduzierte Wasserhaltung. Wobei in den meisten Fällen die Vorflut im Hauptkanal erhalten bleiben kann. Bei den Inlinerverfahren, insbesondere dem Schlauchlinerverfahren muss eine komplette Wasserhaltung während der gesamten Bauzeit der Kanalsanierung aufgebaut und vorgehalten werden. Insbesondere können kurzfristige Regenereignisse zu großen Komplikationen der Sanierungsmaßnahme führen. Beim Wickelrohrverfahren werden bei kurzfristigen Regenereignissen die Sanierungsarbeiten unterbrochen und danach ohne Probleme wieder aufgenommen.

Durch den gleichmäßigen Pressvorgang über das hydraulisch-mechanische Walzen-Rollen-System entsteht aus dem homogenen Bandprofil über einen speziell konstruierten, automatischen Schnappverschluss nach dem Nut-Feder-Prinzip, ein präzise gewickeltes Neurohr. Die Dichtigkeit des System wird über eine kontinuierliche Kaltverschweißung erreicht.

Die mineralische Ringraumverdämmung sichert und stabilisiert die Lage des neuen Rohres und erhöht die ohnehin sehr guten statischen Eigenschaften.

Zusammenfassung

Der wirtschaftliche und technische Vorteil gegenüber der Inlinersanierung ist in der Regel bei Wickelrohr-Sanierungen ab einem Durchmesser von ca. DN 600mm bis über DN 2000mm gegeben.

Das neue Rohr, bei dem Einbaulängen bis etwa 250 m möglich sind, besteht aus einem werkseitig geprüften homogenen Kunststoff-Profil und überzeugt durch seine unkomplizierte Einbauweise, seine Dichtigkeit, seine statische Tragfähigkeit, die Chemikalienbeständigkeit und seine Lebensdauer.

Das von der Geiger Kanaltechnik eingesetzte Wickelrohrsystem SWP Evoloc (gemäß EN ISO 11296-7) ist heute ein äußerst effizientes und universell einsetzbares Kanalsanierungsverfahren, das nicht mehr als Nischenprodukt, sondern als echte Alternative zu den klassischen Sanierungsmethoden der geschlossenen Bauweise gesehen und verstanden wird.
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Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:
Geiger Unternehmensgrupppe
Marketing | Kommunikation
Michaela Schneider
Telefon: +49 8322 18-226
michaela.schneider@geigergruppe.de
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PRESSEMITTEILUNG ALS PDF

BILDMATERIAL mit freundlicher Genehmigung durch die Geiger Unternehmensgruppe:
Wickelrohrtechnik als etablierte Alternative zum Schlauchlinerverfahren.

Im Sanierungsbereich hat sich das Wickelrohrverfahren als echte Alternative zur Standardtechnik der klassischen Linersysteme etabliert.

In der Regel kostengünstiger, einfach auszuführen und mit hoher Lebensdauergarantie, wählen immer mehr Kommunen dieses kompakte Rohrsanierungssystem.